Kann ich Home Office verlangen?

Durch die Umstände, in die uns die Krise rund um das Coronavirus gedrängt hat, rückt das Home Office sehr stark ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Sehr viele Menschen wurden von den Arbeitgebern, sei es Ämter, Behörden oder Firmen und Betriebe, ins Home Office geschickt, um die Ansteckungsgefahr durch das heimtückische Virus zu reduzieren. Vielen gefällt es jetzt. Kann ich Home Office verlangen als Arbeitnehmer?

Rechtliche Grundlagen für Home Office

Kann ich Home Office verlangen

In Deutschland gibt es keine Regeln zum Home Office. In Unternehmen, in denen mehr als 10 Angestellte arbeiten, besteht zwar das Recht auf Home Office. Doch es gibt nicht einmal das Recht auf Home Office, wenn eine Ausgangssperre herrscht, denn normalerweise kann ein Arbeitnehmer zur Arbeit gehen, auch falls eine Ausgangssperre ausgesprochen wurde.

Der im Home Office Arbeitende muss via Mail, Telefon oder Internet erreichbar für seine Vorgesetzten sein. Wenn es jedoch in dem Arbeitsverhältnis keinen Anspruch auf Home Office gibt, dann geht gar nichts. Alles beruht auf der Übereinstimmung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Arbeitsminister will Recht auf Home Office einfordern

Da man nun in Folge von Corona und dem vermehrten Home Office gut erkennen konnte, dass Home Office ziemlich effizient funktioniert, möchte der deutsche Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD das Recht auf Home Office gesetzlich verankern.

Er möchte, sofern es betrieblich überhaupt möglich ist, im Gesetz das Recht auf Home Office festlegen.

Wichtig ist die Freiwilligkeit auf beiden Seiten und faire Regeln, die dafür sorgen, dass der Arbeitnehmer seinerseits alle Pflichten erledigt im Sinne des Arbeitgebers, andererseits dass der Arbeitnehmer auch seine Ruhezeiten bekommt und Geschäftliches von Privatem trennen kann und nicht unentwegt erreichbar sein muss.

Es kann völlig auf Home Office umgestellt werden, oder es kann die Möglichkeit geben, nur ein oder zwei Tage Home Office zu machen.

Die Vorteile von Home Office sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer

In Zeiten wie der Corona-Krise erweist sich das Arbeiten im Home Office als ideal, da man die Gefahr reduzieren kann, sich anzustecken. Andererseits ist es perfekt, eine sogenannte Work-Life- Balance herzustellen, denn man ist näher bei den Kindern und der Familie.

Auch bei kleinen Erkältungen ist es sicher angenehmer von zuhause zu arbeiten und nicht im Großraumbüro mit roter Nase und bellendem Husten zu sitzen, und dies gilt immer, nicht nur zu Zeiten des Coronavirus.

Der Arbeitgeber erspart sich die Mietkosten für das Büro oder die Geräte, aber selbstverständlich werden in einem Betrieb die anfallenden Kosten zuhause ersetzt.

In Folge könnte durchaus die Konsequenz sein, dass mit Home Office die Krankenstände reduziert werden, da bei kleineren Wehwehchen zuhause gearbeitet werden kann.

Zusammenfassung und Fazit

Diese Krise, die das Coronavirus evoziert hat, hat gezeigt, dass Home Office eine effiziente Alternative zum normalen Job im Büro darstellt. Immerhin sollen 8 Millionen Deutsche dies in diesen schwierigen Zeiten erfolgreich unter Beweis gestellt haben, denn so viele erledigten ihren Job zuhause.

Vielen Menschen, die von daheim gearbeitet haben, haben Gefallen daran gefunden und würden gerne im Home Office bleiben.

Geduld, vielleicht gibt es im Herbst bereits das erforderliche Gesetz!

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