Kann ich mein Home Office steuerlich absetzen?

Arbeitnehmer und Selbstständige können Werbungskosten für das Home Office im Jahr bis zu 1.250 Euro von der Steuer absetzen. Allerdings gibt es dafür strenge Auflagen, damit die Kosten für ein Arbeitszimmer zu Hause auch anerkannt werden. Beim Home Office muss es sich um einen separaten Raum handeln, welcher mit einer typischen Büroausstattung bestückt ist.

Wann lassen sich Kosten absetzen?

Kann ich mein Home Office steuerlich absetzen?

Wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, lassen sich die Kosten einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit steuerlich absetzen. Dazu muss das „Arbeitszimmer“ der Mittelpunkt sein. Am besten eignet sich dafür eine Bescheinigung vom Arbeitgeber, dass kein Arbeitsplatz innerhalb der Firma ansonsten bereit steht.

Es reicht allerdings nicht aus, wenn das Büro im Home Office nur einmal pro Woche genutzt wird und die überwiegende Tätigkeit in einer Firma stattfindet. Der Mittelpunkt der eigentlichen beruflichen Arbeit muss vom Arbeitszimmer ausgehen.

Voraussetzungen müssen erfüllt werden

Der Arbeitsplatz im Home Office muss in der eigenen (privaten) Wohnung integriert sein. Dies kann zum Beispiel ein Kellerraum oder ein Dachgeschoss sein. Es muss eine unmittelbare Nähe vorliegen. Es gelten allerdings keine Lager- oder Abstellräume. Auch eine kleine Ecke mit einem Schreibtisch reicht nicht aus, denn der Raum muss abschließbar sein. Eine bestimmte Größe für das Home Office ist aber nicht vorgegeben.

Nicht steuerlich absetzbar ist ein Durchgangszimmer, denn bei dem Heimbüro muss es sich um einen Raum mit vier Wänden handeln. Auch eine räumliche Abgrenzung durch einen Raumtrenner oder einen Vorhang ist nicht genug.

Bei den Tätigkeiten im Home Office muss es sich nicht nur um typische Bürotätigkeiten handeln, auch schriftstellerische oder künstlerische Arbeiten werden anerkannt. Neben einer Bescheinigung vom Arbeitgeber, kann auch eine genaue Darstellung, bzw. ein Foto vom „Arbeitsplatz“ dem Finanzamt vorgelegt werden.

Wenn beide Ehepartner im Home Office tätig sind, dafür allerdings nur ein Platz für die Arbeit bereit steht, können trotzdem beide davon profitieren. Wenn eine Anerkennung vom Finanzamt vorliegt, wird der steuerliche Vorteil auf jede Person angerechnet.

Arbeitsmittel geltend machen

Wenn das Arbeitszimmer im Home Office anerkannt wird, lassen sich Arbeitsmittel steuerlich absetzen. Dazu ist es wichtig, dass die benutzen Gegenstände ausschließlich für die berufliche Tätigkeit genutzt werden. Wenn es sich um Wirtschaftsgüter mit einem geringen Anschaffungswert handelt, können die Kosten sofort angerechnet werden.

Bei einem höheren Wert, kommt eine „Abschreibung“ über mehrere Jahre ins Spiel.

Zusammenfassung

Um das Home Office steuerlich geltend zu machen, sollte die eigene Arbeitssituation genau dokumentiert werden. Dies kann ein konkreter Nachweis vom Arbeitgeber sein oder auch Fotos der persönlichen Arbeitssituation. Je genauer die Nachweise und Aufstellungen am Ende ausfallen, umso besser stehen die Chancen, dass eine Anerkennung zu Stande kommt.

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