Was muss der Arbeitgeber bei Home Office beachten?

Wer träumt nicht davon, seine Arbeit von zu Hause erledigen zu können? Für beide Seiten (Arbeitnehmer und -geber) bringt dies viele Vorteile mit sich, u.a. freie Zeiteinteilung, das Familienleben und minimierte Arbeitsweg.

Worauf muss der Arbeitgeber achten, wenn ein Arbeitnehmer im Home Office arbeiten möchte?

Was muss der Arbeitgeber bei Home Office beachten?

Wichtig für den Arbeitnehmer ist die Bereitstellung von Materialien, um seine Arbeit optimal von zu Hause aus zu erledigen. Hierzu zählen Laptop, Handy, Telefon-Headset oder Lektüre, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen muss oder eine andere Möglichkeit anbieten sollte. Die Mitnahme von Firmeneigentum muss daher unbedingt schriftlich festgehalten werden, damit bei Komplikationen beide Seiten versichert sind.

Eine Verschwiegenheitserklärung zum Datenschutz ist daher unabdingbar und sollte bereits im Arbeitsvertrag festgehalten sein.

Weiterhin ist eine gute Kommunikation unter den Mitarbeitern und zur Chefetage sehr wichtig! Soziale Kontakte sind auch im Home Office für jeden unerlässlich und schützen vor der Isolation. Kurze Gespräche unter Kollegen und der gemeinsame Austausch von aktuellen Erneuerungen und Informationen sind ein menschliches Grundbedürfnis.

Für aufkommende Fragen sollte der Arbeitnehmer stets die Möglichkeit haben, diese selber oder ggf. durch das Erfragen im Kollegium beantworten zu können.

Hierzu bietet sich ein regelmäßiges Online Meeting oder eine Telefonkonferenz an, in dem alle Mitarbeiter und die Leitung auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Fragen, Probleme oder andere Belange könne hier behandelt werden.

Wer z.B. einen telefonischen Kundensupport anbietet, muss sich untereinander gut absprechen, damit eine Erreichbarkeit für den Kunden möglich ist. Auch für Krankheits- oder andere Zwischenfälle ist eine schnelle Kontaktaufnahme daher wichtig.

Ein weiterer attraktiver Vorteil bei der „Heimarbeit“ für den Arbeitgeber ist, dass er weniger Büroflächen und Mobiliar anmieten muss. Dies spart dem Unternehmen viel Geld! Firmenwagen können somit ebenfalls entfallen und Wegeunfälle werden vermieden.

Außerdem gibt es den Mitarbeitern eine Bandbreite an Möglichkeiten ihre Arbeit und das Familienleben unter einen Hut zu bekommen.

Natürlich birgt das Home Office auch den Nachteil, dass einige Projekte nicht so effektiv und optimal bearbeitet werden, wie erhofft. Die Neigung die Arbeit „auf morgen zu verschieben“ kennt jeder. Daher empfiehlt es sich ebenfalls mit den Kollegen feste Abgaben und Deadlines zu vereinbaren. Die Arbeitnehmer können somit Termine und Familienangelegenheiten wahrnehmen. Somit planen diese individuelle Arbeitsphasen in den Alltag ein.

Durch dieses attraktive Zeitmanagement wird nicht nur die Motivation beim Arbeitnehmer gesteigert, sondern statistisch bewiesen auch die Produktivität und das Engagement für das Unternehmen und die laufenden Projekte. Die Arbeitszufriedenheit und das Klima können somit eine schnelle Steigerung erfahren. Eine Identifizierung und Engagement sind bei vielen Arbeitnehmern das Resultat.

Home Office temporär als Test

Ein Vertrauen muss auf beiden Seiten bestehen. Sollten Unsicherheiten bestehen, dass die Arbeit weniger effektiv von zu Hause aus erledigt wird, kann ein Home Office auch temporär zur Testung genutzt werden.

Beide Parteien können somit schauen, ob dies die bessere Variante ist. Wenn Abgabetermine dadurch weniger gut eingehalten werden, kann diese „Pilotphase“ beendet werden.

Dennoch ist heutzutage das Arbeiten von zu Hause aus für viele Arbeitnehmer sehr attraktiv und eine Überlegung wert.

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